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Meilenstein 1951

Wider jeder bis dato in Österreich gepflogenen Usance wollte man ein modernes und nie dagewesenes Seilbahnsystem mit hoher Förderleistung für die geplanten Seilbahnen auf die Rosshütte installieren.

Bereits mit dem Bescheid "GDZ:R/1286/1" vom 10. Juli 1951 wurde dem Proponentenkomitee seitens des "Bundesministerium für Verkehr und verstaatlichte Betriebe" die Genehmigung von Vorarbeiten für die projektierte Seilschwebebahn von Seefeld auf die Rosshütte gewährt.

Mit dem "Spatz in der Hand" nahmen die Proponenten des Seefelder Seilbahnkomitees umgehend mit mehreren Firmen Kontakt für die konkrete Ausarbeitung von Projekten auf.

So unterschiedlich die Firmen, so unterschiedlich waren auch die Projekte, die in den kommenden Monaten vorgelegt wurden.

  • Die Schweizer Firma VON ROLL bot eine zweisektionale kuppelbare Sesselbahn mit der modernsten Klemme VR101 nach dem Vorbild der Schweizer Weissenseebahn von Seefeld über die Rosshütte zum Seefelder Joch an.
  • Die Firma GIRAK, die die im Jahr 1952 zu errichtende Halleiner Salzbergbahn mit viersitzigen Gondeln und Kuppelapparaten nach dem System "Pohlig/Wallmannberger" zum Vorbild nahm, bot einen Einersessellift Rosshütte-Seefelder Joch und eine kleine Pendelbahn, die mit zwei jeweils vier Personen fassenden Gondeln ausgestattet von der Rosshütte zum Härmelekopf ergänzt worden wäre, an.
  • Die Firma PETER K.G. bot eine vollautomatische Gruppenumlaufbahn mit vier Kabinen von je 14 Personen Fassungsvermögen von Seefeld auf die Rosshütte an, als Varianten dazu schlug die Firma weitere Seilbahnverbindungen zum Hochangerköpfle und zum Reitherkar vor.

So ambitioniert alle Projekte waren, es waren diverse Gründe, die diese bahnbrechenden nicht Realität werden lassen konnten.

Während die Firma VON ROLL als Schweizer Firma mit dem Problem des Exportes ihrer Produkte nach Österreich zu kämpfen hatte, war es bei den Projekten von PETER und auch VON ROLL, dass keine vergleichbare Bahn in Österreich in Betrieb war und man seilbahntechnisches Neuland betreten musste. PETER fand mit der VÖEST einen Partner, der sogar eine Versuchsanlage auf dem Firmengelände in Linz errichtete, um dem Projekt zum Durchbruch zu verhelfen. Letztendlich scheiterten alle drei vorgeschlagenen Projekte - so zukunftsweisend sie auch waren - an der Finanzierung!

Die Devise musste daher lauten: zurück an den Start!


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