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Meilenstein 1953

Bereits kurz nach Gesellschafts-Gründung 1952 wurde Kontakt zur "SESSEL-LIFT-ERZEUGERFIRMA ING. HANS SIMA NACHFOLGER IN WELS" aufgenommen, die nunmehr einen einfachen Einer-Sessellift von der Talstation Seefeld-Waldhotel zur Rosshütte und weiter auf das Seefelder Joch in drei Sektionen zum Pauschalpreis von 2,1 Millionen Schilling errichten sollte.
Man war sich bald vertrageins und wollte an die Umsetzung gehen.

Doch weit gefehlt, würde man glauben, dass damit alle Probleme aus dem Weg geräumt schienen.

Im Gegenteil zeigte uns ein Bericht der Tiroler Tageszeitung vom 04. Februar 1953 über die aufsichtsbehördliche Ablehnung der Ausführung durch die Firma SIMA die ganze Tragweite eines Startes unter schwierigsten Bedingungen: "...wenn die Seefelder den Sessellift durch die Welser Firma Sima bauen lassen würden, bekämen sie nie den ERP-Kredit von 1,5 Millionen Schilling...".
Als lapidare Begründung nannte man ohne angebliche Kenntnis der Konstruktionspläne der Firma Sima, "...die Konstruktion sei zu leicht".

Viel eher, so führt zumindest der Artikel aus, war schließlich der gerichtliche Disput, der aus dieser Situation entstand, jener, dass die Behauptung im Raum stand, dass ein Ministerialbeamter im Verkehrsministerium "...mit einem Teilhaber der Firma WOLF & SWITZENY, die dann den Bauaftrag erhielt, eng befreundet sei und die Haltung der die beiden in Fragen der Seilbahnbauten zusammenarbeitenden Herren beeinflusst hat..."

Es konnten zwar für das gegenständliche Projekt der Firma SIMA, aber nur im Falle einer eisenbahnrechtlichen Konzessionsgenehmigung, die ERP-Mittel in Höhe von 1,5 Mio. Schilling kukriiert werden, aufgrund der eisenbahnrechtlichen Ablehung der geplanten Ausführung sah man sich unter Inkaufnahme von etwaigen Mehrkosten zu einer erneuten Ausschreibung gezwungen, aus der schließlich - wohl wenig überraschend - die Firma WOLF & SWITZENY aus Wien als billigster Anbieter hervorging.
Diese hatte nach erfolgter Konzessionserteilung des "Einseilschwebelifts" mit "Bescheid IIb-519/2 vom 10. August 1953" schließlich mit 09. Oktober 1953 den Auftrag erhalten, sämtliche seilbahntechnischen Teile mit Ausnahme der Förderseile zu liefern.


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