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Meilenstein 1956

Erneutes Konzessionsansuchen

Nach Eröffnung des "Seefelder Großliftes" der 1954 nur in zwei der drei geplanten Sektionen errichtet werden konnte, hielt man anfänglich noch an dem Projekt einer dritten Sektion als Einersessellift zum Seefelder Joch fest, obwohl die entsprechende Konzession mit 16. Oktober 1954 erloschen war.
Bereits mit 30. Dezember 1954 wurde seitens Dipl.-Ing. Helmut Senn erneut ein Konzessionsansuchen für einen Einersessellift Rosshütte-Seefelder Joch gestellt. Aufgrund der mehrfachen Verzögerung bei der Errichtung der ersten beiden Sektionen wechselte man angesichts dessen die Lieferfirma. Die Firma GIRAK aus Klosterneuburg legte mit 06. September 1955 ein entsprechendes Angebot über 835.000,- Schilling. Eine Inbetriebnahme dieses Einersesselliftes wurde zum Beginn der Wintersaison 1956/57 garantiert. Zeitgleich nahm man mit dem "Bundesministerium für Verkehr und verstaatlichte Betriebe" zwecks Zuweisung eines ERP-Kredites Kontakt auf.


Neue Pläne

Nur wenig später änderten sich jedoch die Ausbaupläne wieder maßgeblich und mit Ansuchen vom 16. Dezember 1955 war dem Bau einer Kabinenseilbahn von der Rosshütte zum Härmelekopf absolute Priorität eingeräumt worden und die Umsetzung eines Einersesselliftes zum Seefelder Joch, der nunmehr abweichend vom vorübergehenden Ansuchen rein aus Eigenmitteln zu finanzieren geplant war, zurückgestellt worden.

Für die Umsetzung einer Pendelbahn vom Härmelekopf, die 5.2 Millionen Schilling kosten sollte, wurde nunmehr ein ERP-Kredit von 3 Millionen Schilling beantragt - der umgehend am 27. Jänner 1956 gewährt wurde!

Mit 21. August 1956 wurde die Firma PETER SEILBAHNEN GMBH aus Garmisch-Partenkirchen, die aus abwicklungstechnischen Gründen als Arbeitsgemeinschaft mit der Firma PETER KG aus Feldkirch auftrat, mit der Ausarbeitung eines genehmigungreifen Projektes zweier vollautomatischer Pendelbahnen mit 12-plätzigen Kabinen von der Rosshütte auf den Härmelekopf und von der Rosshütte zum Seefelder Joch beauftragt.

Für erstere war eine Fertigstellung bis 01. Juli 1957 angedacht, für die Jochbahn sogar bis 01.01.1957!

Bezüglich der Finanzierung des Unterfangens wandte man sich im September 1956 erbezt ab das BMfVuvB, um für die nunmehr im Projekt dazugekommene Jochbahn, die aus Kostengründen - man konnte 33% der Baukosten einsparen - und aufgrund unerwarteter, rapider Entwicklung des Fremdenverkehrs zeitgleich mit der Härmelekopfbahn errichtet werden sollte, einen weiteren ERP-Kredit in Höhe von 1,5 Millionen Schilling zu beantragen.
Damit belief sich das gesamte ERP-Kreditvolumen für dieses Projekt auf 4,5 Millionen Schilling. Als Baugesamtsumme waren 7,5 Millionen Schilling veranschlagt. Neben der Errichtung der beiden Seilbahnen war noch der Bau eines ersten Schleppliftes auf der Rosshütte angedacht.

Durch weitere Aktienzeichnungen, wie durch ein Angebot der Firma PETER, die Summe von 1,4 Millionen Schilling als Kredit zu gewähren, konnte das große Unterfangen finanziell abgesichert werden. Die Firma PETER gewährte in der Folge sogar einen Nachlass auf den Kredit in Form einer Aktienzeichnung an der Gesellschaft in der Höhe von 100.000,- Schilling. Der weitere ERP-Kredit wurde noch im Dezember 1956 gewährt, der Bau der beiden Bahnen war in erwartungsvoller Hinsicht auf die Finanzierung bereits im Herbst 1956 begonnen worden.


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