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Meilenstein 1958

So schnell, wie man sich den Bau vorgestellt hatte, konnte dieser aber nicht von statten gehen, obwohl man bereits im Dezember 1956 Firstfeier bei den Stationen der Jochbahn feiern konnte.

Mit dem Bau von vollautomatischen Seilbahnen betrat man nunmehr rechtliches Neuland in Österreich, was mit ein Grund der anfänglich verzögerten Umsetzung war.
Zwar gab es seit 1948 von Lech nach Oberlech (Vorarlberg) eine ebensolche Anlage, diese war aber aufgrund der Kabinengröße und Anlage auf ländertechnischer Ebene genehmigt worden.

Die Presse berichtete ausführlich über die Novität vollautomatischer Seilbahnen in Tirol, wobei man nicht immer dem Fortschritt Glauben schenken wollte. Im "Kurier" vom 05. November 1956 konnte man lesen:
"Einwurf: Ein oder zwei Trachtenknöpfe. In Seefeld wird eine "Geisterbahn" gebaut. Für die Fremden ist nichts zu ausgefallen / Skilift im Roboterbetrieb."

Die Jochbahn konnte mit der Einschränkung eines Betriebes auf vorläufig der halben Leistung aber bis zum Frühsommer 1958 fertig gestellt werden und wurde - allerdings noch ohne größeren Festakt - am 26. Juni 1958 auf "das Dach von Seefeld" in Betrieb genommen.

Seefeld war jedenfalls mit dem Bau der Seilbahn in einem neuen Zeitalter angekommen und zu den Top-Freizeitdestinationen in Österreich aufgestiegen. man könnte den damaligen Zeitgeist nicht besser ausdrücken als die "Tiroler Tageszeitung" vom 26. Juni 1958:
"In 50 Minuten von der Annasäule auf das Dach von Seefeld.  Österreichs erste vollautomatische Seilbahn ab heute in Betrieb. Stolze Bilanz des ''Vorortes von Innsbruck''..."


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