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Meilenstein 1974

Die neue Standseilbahn auf die Rosshütte brachte auch immer mehr Gäste in das Skigebiet und diese kluge und vorausschauende Investition bescherte damit auch den Bahnen auf der Rosshütte ein erhöhtes Aufkommen. Dabei zeigte sich, dass insbesondere die Härmelekopfbahn an ihre Leistungsgrenzen zu stoßen schien.

Die kleinen, nur 12 Personen fassenden Kabinen konnten die vielen Gäste nicht mehr ohne unangenehme Wartezeiten befördern, weshalb man sich Anfang der 70er-Jahre Gedanken zu einer Leistungssteigerung dieser Bahn machen musste. Da man im Zuge der Errichtung der Standseilbahn mit der VÖEST als zuverlässigen Partner gute Erfahrungen gemacht hatte, war es nur logisch, dass nunmehr diese einen Generalumbau der seinerzeitigen PETER-Seilbahn auf den Härmelekopf durchführen sollte. Dabei war wohl die größte Herausforderung die, in der vorhandenen Raumkubatur der Stationen alle nötigen seilbahntechnischen Teile ohne gröbere Um- und Ausbauten unterzubringen, was sich alles andere als einfach erweisen sollte und spezieller Lösungen bedurfte.

Im Bescheid EB60614/3-II/2-1974 vom 13. August 1974 wurde für eine Leistungssteigerung von 15 Personen pro Stunde auf 400 Pers./h sowohl der Tausch sämtlicher seilbahntechnischen Teile als auch der Fahrbetriebsmittel samt Laufwerk vorgeschlagen - der Umbau kam damit in weiten Teilen einem Neubau der Seilbahn gleich! Die neue Seilbahn sollte anstelle 6,6 m/s nunmehr mit 10 m/s verkehren können und 26 Personen fassende Wagen bekommen. Für die Bergung im Notfall wurde ein selbstfahrender Bergewagen mit einem Kettenantrieb und einem Fassungsvermögen von 4+1 Personen vorgesehen, der wahlweise auf beiden Fahrbahnseiten eingesetzt werden konnte - eine Neuerung zum alten System mit zwei Bergewägen. Die Tragseilablenkung zur mittlerweile doppelt so schweren Tragseilabspannung in der Talstation wurde nunmehr aufgrund der beengten Situation über Rollenketten vorgesehen.

Die Umbauarbeiten fanden im Herbst 1974 statt und der Probebetrieb konnte bereits am 15. November 1974 aufgenommen werden.
Die behördliche Abnahme der neuen Anlage erfolgte schließlich rechtzeitig vor der Wintersaison am 09. Dezember 1974, sodass die Anlage mit 20.12.1974 wieder in Betrieb genommen werden konnte.

Die nunmehrigen eingesetzten neuen, von der Firma SWOBODA gelieferten, ebenfalls in den Hausfarben rot-blau lackierten Kabinen wurden zum Inbegriff der erneuerten Härmelekopfbahn und nur wenige Jahre später wurden just diese Gondeln Vorlage für einen Spielzeughersteller für dessen neue Seilbahnmodelle, die vor allem in den 80er und 90er Jahren unzählige Kinderzimmer auf der ganzen Welt bereicherten!


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