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Meilenstein 1985

Nachdem im Jahr 1983 die Talstation der Standseilbahn unter Zuhilfenahme des nunmehr frei gewordenen Platzes der Talstation des ehemaligen Seefelder Großliftes großzügig erweitert wurde und ein mehrstöckiges Verwaltungsgebäude errichtet wurde, befasste man sich im darauffolgenden Jahr mit den Plänen einer Leistungssteigerung bei der Standseilbahn.

Zwar waren die beiden vorhandenen Wagen, die 1969 von WAAGNER-BIRÓ in Zusammenarbeit mit der SCHIFFSWERFT KORNEUBURG geliefert wurden, damals erst 15 Jahre alt, man plante aber - wohl auch so manchen Korrosionsschäden geschuldet - gleich den Ersatz dieser Fahrbetriebsmittel durch größere Fahrzeuge.

Aufgrund der guten Erfahrungen bei den Umbauten der Härmelekopfbahn 1974 und der Jochbahn 1982 beauftragte man im Jahr 1984 erneut die Seilbahnabteilung der VÖEST-ALPINE in Linz mit der Projektausarbeitung.
Während die Drehgestelle der neuen Wagen direkt von der VÖEST geplant wurden, beauftragte man für die neuen Wagenkästen die Schweizer Karosseriefirma GANGLOFF aus Bern, die bereits 1980 die neuen Seilbahnwagen für die Jochbahn geplant hatte.
Diese legte mit der Plannummer 0-10.22.089 am 04. Mai 1984 einen entsprechenden Entwurf für einen nunmehr etwas längeren, aber wieder aus 5 Abteilen bestehenden Wagenkasten mit einem Fassungsvermögen von 120 Personen vor. Im Laufe des Projektes wurden die Pläne zugunsten eines Fahrzeuges für 124+1 Personen überarbeitet.

Mit 18. Jänner 1985 reichte die SEILBAHN SEEFELD-TIROL AG den vorliegenden Vorschlag der VÖEST-ALPINE bezüglich des Tausches beider Fahrbetriebsmittel der Standseilbahn beim "Bundesministerium für öffentliche Wirtschaft und Verkehr" ein, das das Ansuchen mit Bescheid EB30908/15-II/2-1985 vom 24. Juli 1985 genehmigte. Der Wagentausch und die damit bedingten Umbauten wurden sodann für die Herbstrevision 1985 ins Auge gefasst.

Neben der Lieferung der beiden neuen Fahrbetriebsmittel war vor allem aufgrund der deutlich längeren Wagenkästen die Talstation um ein Fensterfeld zu erweitern. Diese Arbeiten wurden durch die an der SEILBAHN SEEFELD-TIROL AG beteiligte Innsbrucker Baufirma ROBERT WALCH ausgeführt. Die Bergstation wurde bereits 1969 großzügig genug bemessen.

Sogleich nach der Sommersaison 1985 kam es zum Wagentausch, wobei aus Effizienz- und Kostengründen von den alten Wagen sowohl die Batterien und Ladegeräte als auch die Signalanlage "Siemens TSA 20" übernommen wurden. Nach Einheben und Endmontage der Wagen erfolgte am 10. Oktober 1985 der Probebetrieb mit den neuen Fahrbetriebsmitteln. Mit der Wintersaison 1985 konnte die erneuerte Standseilbahn in Betrieb genommen werden.


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