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Meilenstein 2002

Nachdem alle Lifte auf einem technisch guten Stand waren, musste das Augenmerk auf die erweiterten Pistenflächen gelegt werden.
Da man sich nicht immer auf das "weiße Gold von oben" verlassen konnte und sich die vom Tourismus gewünschten Saisonzeiten immer weiter ausdehnten, wurde vermehrt in die Beschneiung investiert.

Da für die künstliche Beschneiung der Pistenflächen in Tirol seitens der Behörde Trinkwasserqualität gefordert wird, darf auch nur dementsprechendes Wasser aus dem Leitungsnetz der Gemeinde verwendet werden. Dies muss in einem aufwendigen Prozess auf den Berg gepumpt werden und kann erst dann mittels Kompressoren durch die Hochdruck-Schneilanzen verteilt werden.

Aufgrund der beschränkten Entnahme des Wassers aus dem Trinkwassernetz der Gemeinde von knapp 80 Litern pro Sekunde entschloss man sich 2002, einen eigenen Speicherteich zu bauen, der im Sommer mit seinem Rundwanderweg auf der Dammkrone eine Attraktion darstellen und im Frühwinter bei ausreichend tiefen Temperaturen die Grundbeschneiung der kompletten Pistenfläche sichern sollte.
Durch diese Investition stieg die Schneileistung auf über 200 Liter Wasser pro Sekunde.

Ursprünglich wurde der Speicherteich mit einer Wasserveredelung nach der Systementwicklung von DR. HANS ELLMAUER ausgestattet. Hierfür wurden rund um die Wasserleitungen und an den Schneekanonen „Infomatten“ befestigt, wodurch die Wasserleitungen nicht mehr kondensieren („schwitzen“) und an das Wasser die „verlorenen Informationen“ zurück geben sollten.
Weiters wurden „Bio-Patronen" rund um den See vergraben - 8 Stück im Sockelboden gegen die Erdstrahlung sowie 8 Stück in der Dammkrone gegen die atmosphärischen Strahlungen.
Durch die Rückgabe dieser Informationen und den Wasserschutz durch die Bio-Patronen - welche in gewissen Zeitabständen entfernt, zum Systemersteller geschickt und dort wieder "aktiviert" werden müssen - sollten die Schneekristalle eine feinere Struktur erlangen und länger „haltbar“ sein –  für die Sonnenhängen wurde eine Nutzungsverlängerung von ca. 10-14 Tage prognostiziert. Desweiteren wurde eine Einsparung des verwendeten Düngers für das Frühjahr von bisher ca. 10.000 Kilogramm auf zukünftig ca. 6.000 Kilogramm errechnet.
Aufgrund der relativ hohen Folgekosten durch die Patronenaktivierung und einer Pro/Contra-Nutzenabwägung wurde dieses mit rund € 75.000,- Baukosten teuren Veredelungssystem jedoch nur wenige Jahre genutzt.

Am 31. Oktober 2002 war die erste vollständige Teichfüllung abgeschlossen und die Beschneiung in Betrieb genommen.

  • Planung des Teiches: Dipl. Ing. Otto Zieger
  • Baukosten Teich: € 3.000.000,--
  • Baubeginn: 20. Mai 2002
  • Bauende: 30. September 2002
  • Teichfüllung abgeschlossen: 31. Oktober 2002
  • Aushub des Teiches: Firma Stöckl
  • Aushubmenge: 80.000 m³
  • Teichgröße: Wasservolumen ca. 65.000 m³, Oberfläche 10.000 m², Tiefe in der Mitte ca. 21 Meter
  • Stärke des Dammsockels: 50 Meter
  • Stärke der Dammkrone: 3 Meter
  • Folie: 2 Millimeter Teichfolie
  • Pumpen / Pumpenhaus: York – 3 Kompressoren á 250 KW und 2 Pumpen (300 m³ pro Stunde)
  • Schneekanonen: 165 Stück, Marke York (Hochdruckanlage)


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